Planeten

Kleeblätter, die für Glück stehen. In der Astrologie fördert uns Jupiter.
Astrologische Konstellation, Planeten

Alles Jupiter!

Zuversicht ist eine wundervolle Antriebskraft, von der man eigentlich nicht genug haben kann. Dabei geht es weniger darum, dass immer alles nett sein soll. Der entscheidende Punkt ist vielmehr, auch bei widrigen Umständen lösungsorientiert zu bleiben, sich am Silberstreif am Horizont auszurichten und dankbar für das zu sein, was ist. So könnte man sich Menschen vorstellen, die eine starke Jupiter-Signatur mit auf den Weg bekommen haben. Jupiter – Der kosmische Beschützer Der Gasplanet Jupiter ist der größte in unserem Sonnensystem und doppelt so massiv wie alle anderen Planeten zusammen. Er hat eines der stärksten Magnetfelder und spielt mit seinen 95 bekannten Monden in der Top-Liga der Superlative mit. Seine Rolle für die Struktur und Dynamik unseres Sonnensystems ist entscheidend – ohne ihn wäre unser Überleben auf der Erde schwierig. Wie ein gewaltiger Staubsauger hält er potenziell gefährliche Brocken von uns fern. Die astrologische Bedeutung Und was machen die Astrolog:innen aus den astronomischen Fakten von Mr. XXL? Wachstum und Möglichkeiten! Der Wille, einen Weg zu finden, gepaart mit Enthusiasmus, lässt das Gefühl entstehen, dass alles möglich ist. Dabei richtet sich der Blick auf künftige Optionen, und die Bereitschaft wächst, sich über seine Grenzen hinwegzusetzen und seinen Horizont zu erweitern. Jupiter wird auch mit Entdeckergeist und der Suche nach Wissen, Weisheit und Bedeutung verbunden. Nach dem römischen Hauptgott Jupiter benannt – ein wohlwollender Autokrat – wird er auch mit Rechtssystemen und Moralkodizes in Verbindung gebracht. Mit dieser sehr großen Portion Selbstbewusstsein steht der Planet allerdings auch für Maßlosigkeit, Verschwendung und Selbstgerechtigkeit. Jupiter-Uranus-Konjunktion: Aufbruch ins Neue Im Jahr 2024 spielte Jupiter eine Hauptrolle. Seit Mitte 2023 durchlief er das Tierkreiszeichen Stier und symbolisierte damit stetiges, produktives Wachstum. Ende April 2024 näherte er sich nach 14 Jahren erneut dem Planeten Uranus an, der für plötzliche Veränderungen und Befreiungsschläge steht. Diese Konstellation verspricht viel, da beide Planeten zukunftsorientiert sind und es um die Gestaltung von radikal Neuem, Aufbruchsstimmung und neue Visionen geht. Es besteht die Möglichkeit bedeutender wissenschaftlicher Durchbrüche, insbesondere im Bereich der Technologie. Gleichzeitig sind diese Phasen von starken gesellschaftlichen Spannungen geprägt. Historische Meilensteine der Jupiter-Uranus-Zyklen Hier einige ausgewählte Beispiele für das Zusammenwirken dieses Power Couples auf kollektiver Ebene: 1789: Beginn der Französischen Revolution, in der Bürger:innen mehr Rechte erlangten. 1900: Auf der Pariser Weltausstellung werden zahlreiche technologische Errungenschaften präsentiert, die das 20. Jahrhundert prägen sollten, darunter der Dieselmotor, der Tonfilm und die Eröffnung der Pariser Metro. 1941: Konrad Zuse präsentiert in Berlin den ersten Computer. Im selben Jahr überfällt Deutschland die ehemalige Sowjetunion, was den Beginn seines Niedergangs einleitet, während die USA in den Zweiten Weltkrieg eintreten. 1969: Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond. Die Stonewall Riots markieren einen Wendepunkt im Kampf um die Rechte und Sichtbarkeit der LGBTQIA+* Community. Die Mutter aller Festivals – Woodstock – findet statt. 2010: Beginn des Arabischen Frühlings. Einführung von Instagram als bedeutendem neuen Medium und Entstehung des Berufs des/der Influencer:in. Neue Werte für eine neue Zeit Mit dem neuen Jupiter-Uranus-Zyklus im Tierkreiszeichen Stier geht es um Veränderungen bezüglich unserer Werte und Ressourcen. Welches Wachstum ist wirklich von Bedeutung und wo übertreiben wir möglicherweise? Es gilt, unsere Prioritäten zu überdenken, nachhaltige Wege des Wachstums zu erkunden und eine ausgewogene Balance zwischen unserem Streben nach Fortschritt und unserer Wertschätzung für das Bestehende zu finden. Jupiter in Zwillinge: Der Überfluss an Ideen Ein zweiter wichtiger Transit war Jupiters Wechsel in das Tierkreiszeichen Zwillinge Ende Mai 2024. Hier bleibt der Planet für etwa ein Jahr und wir dürfen eimerweise mit Ideen und Geschichten rechnen, die nur allzu gerne mit der ganzen Welt geteilt werden wollen. Es könnte zu einem Überfluss an Informationen kommen, zu Ablenkungen und Schwierigkeiten, den Fokus zu halten. Daher ist es wichtig, sich immer wieder zu fragen: Worum geht es wirklich? Welche Informationen sind relevant? Wie können wir unseren Kurs beibehalten? Jupiter im persönlichen Horoskop Dort, wo Jupiter in unserem persönlichen Horoskop steht, erfahren wir Fülle und Glück. Für manche bedeutet das finanzielle Stabilität, für andere verlässliche Freundschaften, eine erfüllte Partnerschaft oder ein erfüllender Job. Doch das Gefühl von Glück und Zufriedenheit ist dynamisch und entwickelt sich ständig weiter, wobei es immer wieder neue Nuancen entfalten kann. Was uns wirklich glücklich macht In diesem Zusammenhang finde ich die Langzeitforschung zum Glücklichsein (Harvard Study of Adult Development**) bemerkenswert. Seit über 80 Jahren verfolgt diese Studie das Leben von über 2.000 Menschen verschiedener Generationen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Materieller und beruflicher Erfolg allein führen nicht zwangsläufig zu einem erfüllten Leben. Vielmehr sind die Qualität unserer engen Beziehungen und unsere Fähigkeit zur Anpassung und Resilienz entscheidend für unsere Lebenszufriedenheit und Gesundheit. Es scheint einfach und dennoch haben wir oft Mühe mit unseren komplexen, zwischenmenschlichen Beziehungen. Darin zu investieren und sich immer wieder neu auf andere einzulassen ist ein lebenslanger Prozess, der sich lohnt. Auf gute Beziehungen – und auf Jupiter, der uns daran erinnert, dass echter Reichtum oft dort zu finden ist, wo wir ihn am wenigsten erwarten. 💡 Astrologische Beratung für Menschen an Wendepunkten I Online & Berlin I klar & orientierend I für Selbsterkenntnis und neue Perspektiven I Kontakt: info@annettesalla.de Hinweise *LGBTQIA+: Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual/Transgender, Queer, Intersexual und Asexual **Harvard Studie: https://www.ted.com/talks/robert_waldinger_what_makes_a_good_life_lessons_from_the_longest_study_on_happiness?language=de Foto von Yan Ming auf Unsplash  

Spiritualität
Astrologie Geschichte

Astrologie – Irgendwas mit Sternen.

Du willst wissen, was sich hinter Astrologie verbirgt? Keine der bisherigen Antworten hat dich so richtig überzeugt? Ich bin in einem Buch von Demetra George, ‚Ancient Astrology in Theory and Practice’*, auf ein philosophisches Konzept gestoßen, das ich sehr schlüssig finde. Das kosmische Ordnungssystem der Antike Frühe Philosophen sahen den Kosmos als ein hierarchisches Ordnungssystem, in dem die Erde das Zentrum darstellte. Die Erde war umgeben von sieben sich bewegenden Planeten, einer Unmenge an Fixsternen – und alles war eingebettet in einem göttlichen Element, dem ‚Aithḗr‘. Am äußeren Rand des Systems befand sich die Ebene der Einheit, Ewigkeit und Unveränderbarkeit. Platon nannte es ‚The Good‘, Aristoteles ‚The Prime Mover‘ und Plotinus ‚The One‘. Dies war die Quelle allen Seins, das göttliche Prinzip selbst. Die drei Ebenen des Kosmos 1. Die Fixsterne – Das Göttliche Planeten und Fixsterne wurden als sichtbarer Ausdruck des göttlichen Prinzips angesehen. Die Fixsterne galten dabei als besonders göttlich wegen ihrer Nähe zur Quelle und ihrer unveränderlichen, ewigen Bewegung. 2. Die Planeten – Die Vermittler Die Planeten bewegten sich zwischen Fixsternen und Erde. Sie waren weniger göttlich, da weiter entfernt von der Quelle, und sie bewegten sich unregelmäßiger. Doch genau diese Position machte sie zu Vermittlern zwischen dem Göttlichen und dem Irdischen. 3. Die Erde – Das Reich der Sterblichen Das Zentrum des Systems setzte sich aus den vier Elementen Feuer, Luft, Wasser und Erde zusammen. Die Erde selbst wurde von Sterblichen bevölkert, die sich gleichfalls aus den vier Elementen zusammensetzten und ausgestattet waren mit einem göttlichen Funken – auch Seele genannt. Die astrologische Deutungskunst Diese himmlische Anordnung diente den frühen Astrologen als Grundlage, um den Zustand der Planeten anhand unterschiedlicher Kriterien zu bewerten. Die Fixsterne bildeten dabei Bilder, durch die die Planeten scheinbar wanderten. Einige dieser Sternenbilder wurden später als die zwölf Tierkreiszeichen (Ekliptik) interpretiert, die als göttliche Residenzen verstanden wurden. Planetare Würden Den zwölf Tierkreiszeichen ordnete man die sieben Planeten zu. Wenn sich ein Planet in seiner „Heimatresidenz“ befand – wie zum Beispiel die Sonne im Tierkreiszeichen Löwe oder Venus im Zeichen Stier – galt das als besonders einflussreich und kraftvoll. Die Bewegung der Planeten Die Planeten selbst bewegten sich unregelmäßig, sowohl innerhalb ihrer eigenen Bahn als auch im Verhältnis untereinander. Diese planetaren Bewegungen wurden von den frühen Astrologen kartographiert, vielfältig beschrieben und in Zusammenhang mit dem Leben der Menschen auf der Erde gebracht. Die zwölf Häuser Mit dem täglichen Verlauf der Sonne, der ebenfalls in zwölf Abschnitte geteilt wurde, beschrieben die Astrologen zusätzlich Lebensbereiche – auch Häuser genannt – in denen sich die menschliche Erfahrung manifestierte. Die Rolle der Planeten Den Planeten wurde in diesem Prozess eine vermittelnde Rolle zwischen dem Göttlichen (den Tierkreiszeichen) und dem Irdischen (den Häusern) zugeschrieben. Sie waren die Boten, durch die göttliche Energie in das Leben auf der Erde integriert werden sollte. Man könnte sagen: Die Tierkreiszeichen sind die Sprache des Göttlichen, die Häuser sind die konkreten Lebensbereiche auf der Erde, und die Planeten sind die Übersetzer, die zwischen beiden vermitteln. Das Versprechen der Geburt Wenn ein Mensch geboren wird, halten die Planeten in ihrer Bewegung kurz inne und begeben sich in eines der zwölf irdischen Häuser. Dieser Moment markiert den Beginn eines Versprechens, das nun beginnt, sich zu entfalten. Das Geburtshoroskop ist somit wie eine kosmische Momentaufnahme – ein Abbild der Planetenkonstellationen zum Zeitpunkt der Geburt. Es zeigt die Qualität dieses einzigartigen Augenblicks und das Potenzial, das in diesem Moment angelegt wurde. Das Ziel der Planeten in ihren unterschiedlichen Zuständen ist es dabei, alles zu tun, um das Versprechen bestmöglich zu erfüllen. Manche haben es leichter (wenn sie in würdigen Positionen stehen), andere müssen härter arbeiten (wenn sie herausgefordert sind) – doch alle tragen ihren Teil zur Entfaltung dieses individuellen Lebensplans bei. Astrologie als spirituelle Praxis Dieses antike Verständnis macht deutlich: Astrologie ist mehr als ein Werkzeug zur Vorhersage. Sie ist eine spirituelle Praxis, die uns hilft zu verstehen, wie wir als göttliche Funken in einem materiellen Körper das Potenzial unserer Geburt verwirklichen können. Die Planeten erinnern uns daran, dass wir Teil eines größeren kosmischen Ganzen sind – verbunden mit dem Göttlichen und zugleich ganz konkret hier auf der Erde. 💡 Astrologische Beratung für Menschen an Wendepunkten I Online & Berlin I klar & orientierend I für Selbsterkenntnis und neue Perspektiven I Kontakt: info@annettesalla.de *Quelle: Demetra George, Ancient Astrology in Theory and Practice’, Volume One, 2019, Seiten 23-29

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