Astrologie – Irgendwas mit Sternen ;)

Du willst wissen, was sich hinter Astrologie verbirgt? Keine der bisherigen Antworten hat dich so richtig überzeugt? Ich bin in einem Buch von Demetra George, ‚Ancient Astrology in Theory and Practice‘*, auf ein Konzept gestoßen, welches ich sehr schlüssig finde.

Frühe Philosophen sahen den Kosmos als ein hierarchisches Ordnungssystem, in dem die Erde das Zentrum darstellte. Die Erde war umgeben von sieben sich bewegenden Planeten, einer Unmenge an Fixsternen und alles war in einem göttlichen Element, dem ‚Aithḗr ‘, eingebettet. Am äußeren Rand des Systems befand sich die Ebene der Einheit, Ewigkeit und Unveränderbarkeit. Platon nannte es ‚The Good‘, Aristoteles ‚The Prime Mover‘ und Plotinus ‚The One’.

Planeten und Fixsterne wurden als sichtbarer Ausdruck des göttlichen Prinzips angesehen, wobei die Sterne als göttlicher angesehen wurden wegen ihrer Nähe zur Quelle.

Die Planeten bewegten sich zwischen Fixsternen und Erde, waren weniger göttlich, da weiter entfernt von der Quelle und sie sich unregelmäßiger bewegten. 

Das Zentrum des Systems setzte sich aus den vier Elementen Feuer, Luft, Wasser und Erde zusammen. Die Erde selbst wurde von Sterblichen bevölkert, die sich gleichfalls aus den vier Elementen zusammensetzten und ausgestattet waren mit einem göttlichen Funken, auch Seele, genannt.

Diese himmlische Anordnung diente den frühen Astrologen als Grundlage, um den Zustand der Planeten anhand unterschiedlicher Kriterien zu bewerten. Die Fixsterne bildeten dabei Bilder, durch die die Planeten scheinbar wanderten. Einige dieser Sternenbilder wurden später als die zwölf Tierkreiszeichen (Ekliptik) interpretiert, die als göttliche Residenzen verstanden wurden und denen man die sieben Planeten zuordnete. Wenn sich ein Planet in seiner „Heimatresidenz“ befand, wie zum Beispiel die Sonne im Tierkreiszeichen Löwe oder Venus im Zeichen Stier, galt das als besonders einflussreich und kraftvoll. 

Die Planeten selbst bewegten sich unregelmäßig sowohl innerhalb ihrer eigenen Bahn als auch im Verhältnis untereinander. Diese planetaren Bewegungen wurden von den frühen Astrologen kartographiert, vielfältig beschrieben und in Zusammenhang mit dem Leben der Menschen auf der Erde gebracht. Mit dem täglichen Verlauf der Sonne, der ebenfalls in zwölf Abschnitte geteilt wurde, beschrieben die Astrologen zusätzlich Lebensbereiche, auch Häuser genannt, in denen sich die menschliche Erfahrung manifestierte. 

Den Planeten wurde in diesem Prozess eine vermittelnde Rolle zwischen dem Göttlichen (den Tierkreiszeichen) und dem Irdischen (den Häusern) zugeschrieben, wobei die göttliche Energie in das Leben auf der Erde integriert werden sollte.

Wenn ein Mensch geboren wird, halten die Planeten in ihrer Bewegung kurz inne und begeben sich in eines der zwölf irdischen Häuser. Dieser Moment markiert den Beginn eines Versprechens, das nun beginnt, sich zu entfalten. Das Ziel der Planeten in ihren unterschiedlichen Zuständen ist es dabei, alles zu tun, um das Versprechen bestmöglich zu erfüllen.

Was verstehst du unter Astrologie? Schreibe mir info@annettesalla.de

*Quelle: Demetra George, Ancient Astrology in Theory and Practice’, Volume One, 2019, Seiten 23-29

Nach oben scrollen